Das kurze Buch Rut, aus dem alten Testament, ist eines meiner Lieblingsbücher. Ich bin jedes Mal auf das Neue gerührt und inspiriert. Rut ist Moabiterin, aus der inzestuösen Linie Lots und heiratet einen Mann aus Bethlehem, der aus Hunger mit seiner Familie nach Moab geflohen ist, der aber sehr bald verstirbt. Mit ihrer Schwiegermutter Nomi kehrt sie schließlich zurück nach Bethlehem, bettelarm, denn auch sie hat in Moab alles verloren. Rut nahm auch den mosaischen  Glauben ihrer Schwiegermutter an und kümmerte sich um sie. Schließlich ordnet sie sich voller Demut unter. Der Hunger der Beiden lässt Rut, nach Nomis Geheiß, Gerstenähren sammeln auf den Feldern des reichen Bauern Boaz, der aus dem Stamme Juda war und der verwandt mit Nomi gewesen ist. Dann Rut bevorzugt bei der Lese der Ähren behandelt und sie unter seine Fittiche nimmt. Beide verlieben sich ineinander, in einer wundervollen Liebesgeschichte, heiraten schließlich und bekommen einen Sohn, Obed. Nomi lebt mit den Dreien dann  als Familie zusammen.
Gott reinigt so Lots Blutlinie und Obed wird schließlich der Vater Isai, der dann seinerseits Vater Davids wird und aus dieser Linie dann auch Jesus geboren wird. Die Demut Ruts kennt keine Grenzen und wenn heutzutage mehr Frauen wie sie wären. Aufopferrungsbereit für die Familie und im Glauben leben würden, ihre Rolle, als Frau wieder annehmen würden, statt Räuber und Gendarm zu spielen, würde sich die Offenbarung des Johannes nicht so bald erfüllen.